Nach einer längeren Pause wird das Fotoprojekt Wasserburg Buidl erneut zum Leben erweckt. Mit der Reaktivierung dieses Projekts knüpft René Prodell an eine Idee an, die von Anfang an mehr war als nur eine Sammlung schöner Bilder. Wasserburg Buidl steht für dokumentarische Fotografie, für Nähe zur Region und für einen respektvollen, aufmerksamen Blick auf die Stadt Wasserburg am Inn und ihr Umfeld.
Die Wiederaufnahme des Projekts erfolgt bewusst zu einem Zeitpunkt, an dem sich vieles verändert: Stadtbilder wandeln sich, Orte verschwinden oder bekommen neue Bedeutungen, und auch der Blick auf Heimat ist heute ein anderer als noch vor einigen Jahren. Genau hier setzt Wasserburg Buidl erneut an.
Die ursprüngliche Idee hinter Wasserburg Buidl
Wasserburg Buidl wurde ins Leben gerufen, um authentische Fotografien aus Wasserburg am Inn zu zeigen – jenseits von Hochglanzmotiven oder rein touristischen Perspektiven. Im Mittelpunkt standen von Beginn an:
- das Stadtbild in seiner ganzen Vielfalt
- alltägliche Szenen und besondere Momente
- Architektur, Gassen, Plätze und Details
- Stimmungen zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten
Das Projekt verstand sich nie als klassisches Nachrichten- oder Dokumentationsportal, sondern als fotografische Momentaufnahme einer lebendigen Stadt. Bilder sollten Geschichten erzählen, ohne sie ausformulieren zu müssen.
Warum Wasserburg Buidl reaktiviert wird
Die Entscheidung, Wasserburg Buidl wieder zu aktivieren, ist eng mit der persönlichen und kreativen Entwicklung von René Prodell verbunden. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche neue Projekte entstanden – im Bereich Medien, Fotografie, Texte und Inklusion. Gleichzeitig blieb der Wunsch bestehen, ein klar fokussiertes Regionalprojekt fortzuführen, das Raum für Beobachtung und visuelle Ruhe lässt.
Die Reaktivierung verfolgt mehrere Ziele:
- Bewahrung von Momenten, die sonst unbeachtet bleiben
- Langfristige fotografische Dokumentation von Wasserburg am Inn
- Ergänzung zu journalistischen Projekten, ohne sie zu ersetzen
- Künstlerische Freiheit, ohne redaktionellen oder kommerziellen Druck
Wasserburg Buidl ist damit kein Relaunch im klassischen Sinn, sondern eine bewusste Rückkehr zu den Wurzeln.
Neuer Fokus, klarere Ausrichtung
Mit der Reaktivierung erhält Wasserburg Buidl eine klarere inhaltliche Linie. Das Projekt konzentriert sich künftig vor allem auf:
- Stadt- und Landschaftsfotografie
- ruhige, beobachtende Bildsprache
- dokumentarische Serien statt Einzelbilder
- langfristige Entwicklungen im Stadtbild
Sensationsbilder, schnelle Aktualität oder Ereignisfotografie stehen nicht im Vordergrund. Stattdessen geht es um Beständigkeit, Wiedererkennbarkeit und den Blick für Details, die oft übersehen werden.
Fotografie als Dokumentation und Erinnerung
Ein zentraler Gedanke hinter Wasserburg Buidl ist die fotografische Erinnerungskultur. Städte verändern sich schleichend: Häuser werden umgebaut, Läden schließen, neue Orte entstehen. Was heute alltäglich wirkt, kann morgen bereits verschwunden sein.
Durch die kontinuierliche fotografische Arbeit entsteht ein Archiv, das:
- Entwicklungen sichtbar macht
- Veränderungen nachvollziehbar dokumentiert
- einen ehrlichen Blick auf Wasserburg ermöglicht
Ohne Wertung, ohne Kommentar – allein durch Bilder.
Persönlicher Anspruch und Verantwortung
Als Fotograf und Medienmacher trägt René Prodell eine besondere Verantwortung im Umgang mit regionalen Motiven. Wasserburg Buidl folgt deshalb klaren Grundsätzen:
- respektvoller Umgang mit Menschen und Orten
- keine Bloßstellung, keine Sensationslust
- bewusste Auswahl und Veröffentlichung der Bilder
- Transparenz über den Projektcharakter
Das Projekt soll Vertrauen schaffen und langfristig Bestand haben.

