Internationaler Museumtag 2026 am 17. Mai

600 Besucherinnen und Besucher unternahmen am Internationalen Museumstag historische, kulturelle und künstlerische Entdeckungstouren in sieben Wasserburger Kultureinrichtungen. Neben eigenen Streifzügen durch die vielfältigen Sammlungen konnte man an Führungen und Vorträgen, aber auch an Workshops teilnehmen.

Besonders jüngere Besucherinnen und Besucher freuten sich auf das hautnahe Erleben der vielen eindrucksvollen Fahrzeuge wie Walzen, Schneepflüge oder Streugeräte im Wegmachermuseum am Herder – denn hier sind Selbsterkunden und Einsteigen erlaubt.

Familien waren begeistert vom abwechslungsreichen Programm im Museum Wasserburg. Hier erfuhr man bei Führungen vom reisenden Elefanten auf dem Inn, von echten Schatzkisten und feinen Schatullen. Bei Workshops folgte man den Routen der Salzfahrer und Innschiffer oder bastelte seine eigene funkelnde Schatztruhe mit extra viel Glitzer. Interessierte erfuhren bei Vorträgen mehr über die Entwicklung der beeindruckenden Tunnelgewölbe in den Wasserburger Bierkellern und die 140-jährige Geschichte der Psychiatrie in Gabersee im dortigen Museum. In der Sammlung „Wasserburg aus fünf Jahrhunderten“ im ehemaligen Heilig-Geist-Spital bewunderten die Teilnehmenden bei einer Führung die historischen Räumlichkeiten mit den zahlreichen dort präsentierten Kunst- und Kulturobjekten. Die Galerie des Arbeitskreis 68 faszinierte hingegen mit einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst des ursprünglich aus Rosenheim stammenden Thomas Helbig.

Zum ersten Mal beim Museumstag dabei war das kleine Puppenmuseum. Die Inhaberin erzählte den staunenden Besucherinnen und Besuchern ganz exklusiv von ihrer beeindruckenden Sammlung. Die Leidenschaft für historisches Spielzeug lässt sich in jedem Detail der liebevoll präsentierten Objekte erkennen. Alle sind Originale und Spiegelbilder ihrer Zeit. Ein Blick etwa in die Puppenstuben verrät nicht nur den damals vorherrschenden Geschmack bei Mode oder Einrichtung, sondern auch die verwendeten Gebrauchsgegenstände wie Tischkehrer, Lichtschirm, Waage und Onduliereisen oder den jeweiligen Stand der Technik. So findet sich in der einen Stube noch die Petroleumlampe und in der anderen bereits die Glühbirne. Dabei ist alles funktionsbereit – über den Personenaufzug, den echten Gasherd bis hin zur zwitschernden Nachtigall im Vogelkäfig. Komplettiert wird die Sammlung durch weitere außergewöhnliche Stücke wie einem „Candy Container“, der sich als niedlicher Hund tarnt, einem Spielzeugköfferchen to go, einem sog. „Trousseau“, oder einem gotischen Flügelaltar in Kleinformat, mit dem sich Jungen auf ihre spätere Priesterlaufbahn vorbereiten konnten.

Kontakt:

Museum Wasserburg

Herrengasse 15

83512 Wasserburg

Tel.: +49 8071/925290

museum@wasserburg.de

www.museum.wasserburg.de

(Quelle: Stadt Wasserburg)

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